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Keine Verbesserungen in Teberebie, Ghana

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Die FIAN-Aktivistin Brigitte Reisenberger aus Österreich besuchte Ende Februar 2009 die Iduapriem-Goldmine - im Rahmen der „Die Presse“- Reportagereise „Goldrausch in Ghana.“ Der Blog zur gesamten Reporter09-Reise findet sich unter www.diepresse.com/reporter

Die Iduapriem Goldmine des südafrikanischen Unternehmens AngloGold Ashanti verschluckt immer mehr Ackerland der Bauern und Bäuerinnen des Umsiedlungsdorfs Teberebie. FIAN betreut den Fall seit 2001 und startete zuletzt im April 2008 eine Eilaktion. Darin wurden die ghanaische Umweltbehörde (EPA) und AngloGold Ashanti dazu aufgefordert, in den Gemeinden auf der Konzession der Iduapriem Mine, für den Zugang zu Land und zu sauberem Trinkwasser zu sorgen. Seither waren aber keine wesentlichen Verbesserungen zu beobachten. Ganz im Gegenteil hat sich die Situation noch weiter zugespitzt. Für die BewohnerInnen von Teberebie wird es immer schwieriger Land zu finden, das sie bestellen können. Durch den fehlenden Zugang zu Land wird ihr Recht sich zu ernähren weiterhin täglich verletzt. Die mindestens 50 Meter hohen Abraumhalden sind mittlerweile nur mehr wenige Meter vom Dorf entfernt.

Besonders in Adisakrom - ein kleines Dorf unweit von Teberebie - hat sich die Wassersituation weiter verschlechtert. Die BewohnerInnen klagen über den fehlenden Zugang zu sauberem Trinkwasser, verursacht durch die Iduapriem Goldmine von AngloGold Ashanti. Die Lebensader des Dorfes war der Fluss Angonaben. Heute ist nicht mehr daran zu denken, Wasser aus ihm zu trinken. Die BewohnerInnen klagen über Hautausschläge und Magendarmerkrankungen und machen die Goldmine für das verschmutzte Flusswasser verantwortlich. Der von AngloGold Ashanti errichtete Brunnen bietet keine wirkliche Alternative. Sobald man das Wasser abkocht, bildet sich ein dünner Film an der Oberfläche. Das Recht auf Wasser wird in Adisakrom täglich verletzt. Nur wer es sich leisten kann, hat Zugang zu sauberem Wasser. Die Gemeindemitglieder sind auf unregelmäßige Trinkwasserlieferungen angewiesen. Gegen Bezahlung wird das Wasser, abgepackt in kleine Plastikbeutel, an die Menschen vergeben.

Sehen Sie Eindrücke von der Reise nach Teberebie und Adisakrom in einer Bildergalerie.